10 Lesezimmer Ideen mit wenig Budget : Günstig & Gemütlich Einrichten

Liegt die Leseecke am Fenster, kann ein einfacher Vorhang helfen: gegen zu viel Licht tagsüber und für ein bisschen mehr Privatsphäre am Abend. Er muss nicht teuer sein, ein Second-Hand-Stoff oder ein reduzierter Vorhang reicht völlig, notfalls tut es auch ein günstiges Stück Stoff, das selbst Ein richtiges Lesezimmer klingt oft nach viel Platz und noch mehr Geld: ein Sessel aus dem Designerladen, ein Regal bis zur Decke, die passende Stehlampe dazu. Dabei braucht es für eine gemütliche Leseecke gar nicht so viel. Mit etwas Geduld, ein paar Second-Hand-Funden und der richtigen Herangehensweise lässt sich ein einladender Platz zum Lesen einrichten, ohne das Budget zu sprengen. Hier zehn Ideen, wie das gelingen kann.

1. Fang mit dem an, was schon da ist

Bevor überhaupt etwas gekauft wird, lohnt sich ein Blick durch die eigene Wohnung. Die Nische neben dem Fenster, die ungenutzte Ecke im Schlafzimmer, der tote Winkel unter der Dachschräge – solche Bereiche werden häufig übersehen, weil man beim Wort Lesezimmer automatisch an ein eigenes Zimmer denkt. Oft ist der nötige Platz aber längst vorhanden, er wurde bloß noch nicht genutzt. Ein Umbau ist meistens nicht nötig, ebenso wenig zusätzliche Kosten für neuen Raum. Es reicht, sich zehn Minuten Zeit zu nehmen und jede Ecke der Wohnung noch einmal mit anderen Augen zu betrachten. Genau das sollte am Anfang stehen, noch vor jedem Möbelkauf.

2. Second Hand statt Möbelhaus

Der Sessel ist meistens der teuerste Posten bei so einem Projekt. Neu kann das schnell mehrere hundert Euro kosten, je nach Modell auch deutlich mehr. Gebraucht findet sich dagegen oft ein guter Sessel für einen Bruchteil des Preises, etwas abgewetzt vielleicht, aber mit gutem Sitzkomfort – und der zählt am Ende mehr als die Optik. Ein neuer Bezug oder eine Decke darüber lässt auch ältere Stücke wieder frisch wirken. Flohmärkte, Sperrmüll-Tage oder Verschenke-Gruppen in sozialen Netzwerken sind gute Anlaufstellen. Etwas Geduld hilft dabei: Wer nicht beim ersten Angebot zuschlägt, sondern ein paar Wochen die Augen offen hält, findet meist bessere Stücke.

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3. Wenn der Sessel zu teuer ist: Bodenkissen

Falls auch ein gebrauchter Sessel nicht ins Budget passt, tut es auch ein großes Bodenkissen. Es kostet meist unter 20 Euro, braucht kaum Platz und lässt sich wegräumen, wenn es gerade nicht gebraucht wird. Für kleine Wohnungen ist das manchmal sogar praktischer als ein sperriger Sessel, der ständig im Weg steht. Viele, die so eine Leseecke einrichten, starten überraschend gerne genau damit, bevor überhaupt ein Sessel angeschafft wird – und stellen fest, wie gemütlich das trotzdem sein kann. Kombiniert mit einem kleineren Kissen im Rücken lässt es sich auch länger bequem sitzen, ohne dass der Rücken irgendwann schmerzt.

4. Regale selber bauen statt kaufen

Für Bücher reichen im Grunde ein paar Bretter und Winkel aus dem Baumarkt, das kostet insgesamt vielleicht 15 bis 20 Euro. Auch alte Weinkisten, aufeinandergestapelt, sehen überraschend gut aus und kosten oft fast nichts, wenn man beim Getränkehändler nachfragt. Wer handwerklich weniger geübt ist, findet auf Kleinanzeigen trotzdem oft gebrauchte Regale für wenig Geld, die nur einen neuen Anstrich brauchen. Die Weinkisten-Variante eignet sich besonders für alle, die keine Lust auf Bohren und Dübel haben. Meist reichen ein bis zwei Nachmittage, bis ein individuelles Regal steht, das aussieht, als wäre es genau so geplant gewesen.

5. Licht macht den Unterschied – auch ohne neue Lampe

Eine gute Leselampe ist wichtig, muss aber nicht neu sein. Alte Stehlampen vom Flohmarkt sehen mit neuer Farbe oder einem anderen Lampenschirm oft aus wie neu gekauft, und der Unterschied kostet meist nur eine Spraydose. Wichtiger als das Design ist ohnehin das Licht selbst: warmweiß, nicht zu grell, am besten seitlich statt von oben, damit keine Schatten auf die Buchseite fallen. Eine alte Lampe, die vielleicht noch im Keller oder bei den Eltern steht, lässt sich mit wenig Aufwand neu lackieren und mit einer wärmeren Glühbirne bestücken. Am Ende steht oft eine Lampe da, die besser aussieht als vorher.

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6. Kissen und Decken tun mehr, als man denkt

Das ist wahrscheinlich der günstigste Trick überhaupt. Ein paar Kissen, eine warme Decke, vielleicht ein Kissenbezug in einer Farbe, die zum Rest passt – und die Ecke wirkt sofort gemütlicher, ohne dass viel Geld dafür nötig wäre. Oft muss dafür nicht einmal etwas gekauft werden, wenn in der eigenen Wohnung schon Passendes vorhanden ist. Vielleicht liegt die richtige Decke gerade im Schrank und wartet nur darauf, benutzt zu werden. Zwei Kissen aus dem Wohnzimmer und eine Decke, die sonst kaum genutzt wird, reichen häufig völlig aus. Genau solche Details geben einer Ecke oft den letzten Schliff, mehr als jedes gekaufte Deko-Element.

7. Ein Teppich grenzt den Bereich ab

Auch ohne Wand oder Raumteiler wirkt eine Ecke gleich wie ein eigener kleiner Bereich, sobald ein Teppich darunterliegt. Das ist überraschend effektiv und muss kein teures Stück sein: reduzierte Ware oder Second Hand reicht völlig, solange die Farbe halbwegs zum Rest passt. Auf Sale-Flächen oder in Second-Hand-Läden finden sich oft Teppiche mit kleinen Mängeln – ein Fehler am Rand etwa, der später unterm Sessel ohnehin verschwindet – für einen deutlich reduzierten Preis. Sobald ein Teppich die Fläche markiert, fühlt sich der Bereich tatsächlich wie ein eigener kleiner Raum an, obwohl es objektiv gesehen nur eine Zimmerecke ist wie jede andere.

8. Eine Pflanze, mehr braucht es nicht

Eine einzige Pflanze kann schon reichen, damit die Ecke lebendiger wirkt und nicht mehr so kahl aussieht. Ein Ableger von Freunden oder Nachbarn, eine günstige Grünpflanze aus dem Baumarkt – das kostet fast nichts und macht trotzdem einen Unterschied, den man oft erst richtig bemerkt, wenn die Pflanze wieder fehlt. Ableger sind dabei besonders praktisch, weil sie meist kostenlos weitergegeben werden und schnell anwachsen. Eine Efeutute etwa lässt sich problemlos an einer Wand entlangführen. Solche kleinen grünen Details geben einer Ecke ein Gefühl von Leben, das reine Möbelstücke selten hinbekommen, egal wie teuer oder aufeinander abgestimmt sie sind.

9. Farbe statt Deko

Wer noch etwas Budget übrig hat, für den lohnt sich eher Farbe als zusätzliche Deko. Ein Eimer Wandfarbe verändert eine Ecke oft mehr als jedes einzelne Deko-Objekt zusammen und kostet trotzdem nur einen Bruchteil von neuen Möbeln. Es muss auch nicht der ganze Raum sein: Schon eine einzelne Wand in einem wärmeren Ton kann reichen, um die ganze Stimmung zu verändern. Wird nur die Wand hinter dem Sessel gestrichen, während der Rest des Zimmers hell bleibt, entsteht oft ein Effekt, der größer ausfällt als erwartet. Die Ecke wirkt danach fast wie ein eigener kleiner Raum im Raum.

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10. Ein Vorhang für die Extra-Portion Gemütlichkeit

genäht oder einfach über eine Stange gehängt wird. Gebrauchte Vorhänge, etwa aus Second-Hand-Läden oder von Familie und Freunden, lassen sich meist leicht kürzen und neu aufhängen. Sie passen farblich nicht immer perfekt zum Rest – gerade das sorgt aber oft für einen Look, der weniger nach Katalog und mehr nach durchdacht zusammengestellt wirkt

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