Ein WG Zimmer ist meistens das Erste, was man wirklich komplett selbst gestaltet – und gleichzeitig oft das Kleinste. Zwölf, vierzehn, wenn man Glück hat achtzehn Quadratmeter, und darauf soll dann Bett, Schreibtisch, Schrank und irgendwie auch noch der eigene Stil passen. Klingt nach viel, ist aber machbar, wenn man ein paar Dinge klug angeht.
Das Gute an einem kleinen Zimmer: Man muss nicht alles perfekt planen, ein paar clevere Entscheidungen reichen oft schon aus, um aus einer engen Bude ein Zimmer zu machen, in dem man sich wirklich wohlfühlt. Hier zehn Ideen, die sich in echten WG-Zimmern bewährt haben, egal ob Neubau-Kabuff oder Altbau mit schräger Wand.
1. Hochbett statt normalem Bett
Wenn der Platz knapp ist, ist ein Hochbett meistens die Lösung, an der man als Erstes vorbeikommt. Darunter passt dann ein Schreibtisch, ein kleines Sofa oder einfach nur Stauraum – je nachdem, was gerade fehlt.
Klar, man muss jeden Abend eine Leiter hoch, aber dafür gewinnt man auf zwölf Quadratmetern quasi ein zweites Zimmer dazu. Bei Altbauwohnungen mit hohen Decken funktioniert das besonders gut. Wichtig ist nur, vorher mit dem Vermieter zu klären, ob ein fest montiertes Hochbett überhaupt erlaubt ist.
Mehr Lesen : schlafzimmer ideen modern
2. Wandregale statt Bodenschrank
Ein großer Schrank frisst in einem kleinen Zimmer schnell die halbe Wand weg. Offene Wandregale dagegen wirken leichter, kosten weniger und lassen sich genau da anbringen, wo gerade Platz ist – auch über der Tür oder in einer Nische.
Bücher, Pflanzen, ein paar persönliche Sachen – schon ist die Wand nicht mehr leer, sondern erzählt was über einen. Wer mag, kombiniert offene Regale mit ein, zwei geschlossenen Boxen für den Kram, den man lieber nicht sieht. Sieht meistens ordentlicher aus als ein vollgestopfter Kleiderschrank.
3. Ein Spiegel gegenüber vom Fenster
Klingt fast zu einfach, um wirklich was zu bringen, funktioniert aber erstaunlich gut. Ein großer Spiegel gegenüber vom Fenster reflektiert das Licht und lässt das Zimmer optisch sofort größer wirken.
Am besten ein Standspiegel oder ein großformatiger Wandspiegel, kein kleines Modell aus dem Bad. Zusätzlicher Nebeneffekt: Man hat gleich einen ordentlichen Platz, um sich morgens vor dem Rausgehen noch mal zu checken. Zwei Fliegen mit einer Klappe, sozusagen.
Mehr Lesen : kleines zimmer
4. Helle Wandfarbe, ein Akzent reicht
Weiß oder ein ganz helles Beige an drei Wänden, dazu eine vierte Wand in einer kräftigeren Farbe – das ist meistens die sicherste Kombination für kleine Zimmer. Zu viel Farbe auf allen Seiten macht den Raum schnell enger, als er ohnehin schon ist.
Vor dem Streichen aber unbedingt in den Mietvertrag schauen, nicht jeder Vermieter erlaubt farbige Wände, und beim Auszug muss oft wieder weiß gestrichen werden. Wer nicht streichen darf oder will, kann mit einer großen Tapete oder einem Wandtattoo trotzdem Akzente setzen, ohne dass es dauerhaft wird.
Mehr Lesen : home office einrichten
5. Der Schreibtisch ans Fenster
Tageslicht ist in einem kleinen Zimmer Gold wert, gerade wenn man dort auch lernt oder arbeitet. Der Schreibtisch direkt am Fenster nutzt das Licht am besten aus und spart gleichzeitig Fläche, die sonst ungenutzt bliebe.
Ein schmales Modell reicht meistens völlig, wichtig ist eher, dass es zur restlichen Einrichtung passt. Wer wenig Platz hat, greift zu einem Klapptisch oder einem schmalen Sekretär, der sich bei Bedarf auch wieder zusammenklappen lässt. Praktisch für alle, die tagsüber studieren und abends das Zimmer lieber wieder als Wohnraum nutzen wollen.
6. Textilien für den persönlichen Touch
Kissen, eine Decke, vielleicht ein kleiner Teppich – das sind die Dinge, die ein WG Zimmer wirklich zu einem eigenen Zimmer machen, ohne dass man große Möbelstücke kaufen muss. Und das Beste: Textilien lassen sich easy austauschen, wenn man mal Lust auf was Neues hat.
Gerade bei Umzügen oder wenn das Budget knapp ist, sind Textilien die günstigste Möglichkeit, dem Zimmer eine eigene Note zu geben. Ein Teppich unterm Bett oder Schreibtisch bricht außerdem die kahle Optik von Laminat oder PVC-Boden. Muss nicht teuer sein, ein Flohmarktfund tut es meistens genauso.
Mehr Lesen : wanddeko ideen
7. Pflanzen, die auch Studenten überleben lassen
Ein bisschen Grün macht aus jedem Zimmer sofort einen Wohnraum, aber nicht jede Pflanze verzeiht vergessenes Gießen oder wochenlange Prüfungsphasen. Bogenhanf, Efeutute oder Zamioculcas sind da die verlässlichsten Kandidaten – die überstehen so einiges.
Wer wenig Fläche hat, hängt eine Pflanze einfach auf oder stellt sie aufs Regal statt auf den Boden. Schon eine einzelne Pflanze auf dem Schreibtisch oder der Fensterbank verändert die Atmosphäre im Zimmer spürbar. Und ehrlich, ein bisschen Grün sieht auf jedem Instagram-Foto vom eigenen Zimmer einfach besser aus.
8. DIY-Deko statt teurer Poster
Fotowände, selbstgemachte Bilder, alte Postkarten an einer Pinnwand – das kostet fast nichts und macht die Wand trotzdem persönlich. Gerade bei einem WG Zimmer, das man vielleicht nur ein oder zwei Jahre bewohnt, lohnt sich teure Deko sowieso selten.
Eine Fotowand mit Wäscheklammern und einer Lichterkette ist mittlerweile fast schon ein Klassiker, aber genau deshalb funktioniert sie auch immer wieder. Wer handwerklich etwas begabter ist, peppt gebrauchte Möbel vom Flohmarkt mit neuer Farbe oder neuen Griffen auf. Spart Geld und sieht am Ende oft individueller aus als gekaufte Deko.
Mehr Lesen : stylische esszimmer ideen
9. Stauraum unter dem Bett nutzen
Der Platz unter dem Bett wird in den meisten Zimmern komplett verschenkt, dabei passt da erstaunlich viel rein. Flache Boxen für Bettwäsche, Koffer für Sachen, die man selten braucht, oder einfach Schuhe, die sonst den Boden zustellen würden.
Wer ein Bett mit eingebauten Schubladen hat, ist klar im Vorteil, aber auch normale Aufbewahrungsboxen unter einem gewöhnlichen Bett tun ihren Zweck. Wichtig ist nur, das Ganze nicht komplett zu vergessen und irgendwann doch mal auszumisten. Aber mal ehrlich, das gilt für jeden Stauraum im Zimmer.
10. Ein Statement-Element statt vielem Kleinkram
Nicht jedes Zimmer braucht zwanzig verschiedene Deko-Teile, um persönlich zu wirken. Manchmal reicht ein einziges auffälliges Element – ein bunter Teppich, ein besonderer Sessel, eine große Pflanze – um dem ganzen Raum einen Charakter zu geben.
Das hält das Zimmer außerdem aufgeräumter, was bei wenig Quadratmetern sowieso hilft. Alles andere kann dann ruhig schlichter bleiben, ohne dass es langweilig wirkt. Am Ende erinnert man sich sowieso eher an das eine besondere Möbelstück als an zehn kleine Deko-Objekte, die irgendwo rumstehen.
1 Kommentar zu „10 WG Zimmer Ideen zum Einrichten – Stilvoll trotz wenig Platz“